EVANGELISCHE KIRCHGEMEINDEN
DUSSNANG UND BICHELSEE-BALTERSWIL

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herzlich

willkommen

Jesus Christus spricht:

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6,36

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Kirchenbote Oktober

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 1900 geborene französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry schrieb in einem seiner Bücher: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“ Die Sehnsucht setzt er an den Anfang jedes Tuns. Für Saint-Exupéry ist sie Voraussetzung für das Gelingen eines Vorhabens und Motivation zugleich. Die Sehnsucht kann den Menschen Hoffnung verleihen und gibt ihrem Tun einen Sinn – und ich denke, das trifft für jede und jeden unter uns mehr oder weniger stark zu.

Im ersten Teil der Bibel, im sogenannten Alten Testament, beschreibt der Prophet Haggai in Bezug auf die Sehnsucht etwas ähnliches „Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig.“ Wie kommt Haggai dazu so etwas zu schreiben?

Ein Blick in die Geschichte: Viele und lange Jahre haben die Israeliten nach der Eroberung und Zerstörung Jerusalems durch babylonische Truppen im Exil im fremden Land und einer fremden Kultur verbracht.

Nun hatte die Zeit ein Ende. Zurück in der Heimat, ermutigt Haggai das Volk dazu, Gottes Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen. Denn mit der Stadt war auch der Tempel, das Haus Gottes, zerstört worden. Klar, die Menschen hatten sich an den Aufbau ihrer eigenen Häuser gemacht – das war erst mal wichtiger. Und dennoch fehlte etwas. Wohnraum, ein Dach über dem Kopf, Wasser und Nahrung, das ist ohne Frage wichtig – aber da ist noch mehr. Nach den Erfahrungen im Exil beschreibt Haggai dieses fehlende «Mehr» als die Sehnsucht nach der Nähe zu Gott, seinem Frieden und seiner Gerechtigkeit. Gottes Tempel, den Raum des gemeinsamen Gebets wieder aufzubauen – das Sinnbild dafür, dass Gott bei den Menschen wohnt. Es geht Haggai um die Gemeinschaft mit Gott und diesem Gott im eigenen Leben und im Leben der Gemeinschaft einen festen Platz zu geben.
Auch Jesus greift dies auf. Im Matthäus­evangelium sagt er: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.“

 

Zeit und Musse in den nächsten Tagen und Wochen darüber zu meditieren und zu überlegen, wie man diesen Gedanken, Gott einen festen Platz im Alltag der Gemeinschaft zu geben fruchtbar machen könnte, das wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer

Karl F. Appl

Karl F. appl, Pfr in stv

Ausblick

 

Rückblick

Glaube und Wissen

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Seelsorge

Krisen und Neuanfänge

Immer wieder einmal durchlebt man hektische, herausfordernde Zeiten. Dann wirft das Leben Fragen auf. Hier kann ein verständnisvolles Gegenüber hilfreich sein. Die evangelische Kirche kennt eine reiche Seelsorgetradition. Zuhören ist eine Tugend, die bei uns seit langem gepflegt wird. Rituale helfen, loszulassen und neuen Mut zu fassen.

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Unser Pfarrer Karl F. Appl ist für Sie da:

– bei Sinn- und Glaubensfragen

– in Lebenskrisen

– bei Schwierigkeiten in der Familie oder am Arbeitsplatz

– wenn Sie sich verzweifelt fühlen und nicht mehr weiterwissen

– bei Krankheit und auf dem Sterbeweg.

– Im Todesfall

Nehmen Sie Kontakt auf: pfarramt@evang-dussnang-bichelsee.ch / 071 977 15 23

Seelsorge in Alterinstitutionen

Sind Sie in ein Alters- oder Pflegeheim umgezogen und wohnen darum nicht mehr auf unserem Gemeindegebiet?

Unser Pfarrer bleibt weiterhin auch Ihre Ansprechperson. Sie können ihn jederzeit für einen Besuch anfragen.

Spitalseelsorge

Ein Spitalaufenthalt lässt einen die Dinge manchmal ganz neu gewichten und erleben. Ein Gespräch, eine Krankensalbung oder ein Abendmahl können Geborgenheit vermitteln, den Glauben stärken und Mut und Kraft verleihen. Die Spitäler in unserem Umkreis bieten Spitalseelsorge an. Unser Pfarrer Karl F. Appl besucht in der Regel einmal pro Woche den Spital Frauenfeld. Wenn Sie es nicht dem Zufall überlassen wollen, ob er Sie antrifft, nehmen Sie doch direkt mit ihm Kontakt auf, gerne auch schon vor Spitaleintritt.

Weitere Beratungsstellen

Die Dargebotene Hand
Tel. 143;  www.143.ch

 

Kinder- und Jugendnothilfe
Tel. / SMS 147; www.147.ch

Internetseelsorge
SMS 767; seelsorge@seelsorge.net

Bäuerliches Sorgentelefon
041 820 02 15; info@baeuerliches-sorgentelefon.ch

GESCHICHTE DUSSNANG

Die evang. Kirchgemeinde Dussnang umfasst das ganze Gemeindegebiet der politischen Gemeinde Fischingen sowie den St. Gallischen Weiler "Schönau". Fischingen liegt im südlichen Zipfel des Thurgaus, im so genannten Tannzapfenland. Die Kirchgemeinde zählt ca. 800 Mitglieder. Die über 1000 Jahre alte romanische Kreuzkirche ist mit ihren Wandfresken eines der ältesten Gotteshäuser des Kantons.

Von 1542 (Gegenreformation) bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie paritätisch genutzt. Seit dem Bau der kath. Kirche Dussnang im Jahre 1900 ist sie Eigentum der evang. Kirchgemeinde. 1996 wurde neben der Kirche und dem Pfarrhaus aus dem Jahre 1749 ein Kirchgemeindehaus in Betrieb genommen, das u.a. mit seinem Saal für 80 bis 100 Personen für Anlässe gemietet werden kann.

Die drei Gebäude Kirche, Pfarrhaus und Kirchgemeindehaus bilden im Ortsbild von Dussnang eine Einheit.

Die evang. Kirchgemeinde teilt seit der Reformationszeit das Pfarramt mit der evang. Kirchgemeinde Bichelsee. Beide Kirchgemeinden arbeiten eng zusammen, führen zum Teil Veranstaltungen gemeinsam durch. 

Flyer

Kulturspaziergang Fischingen

GESCHICHTE BICHELSEE

Die evang. Kirchgemeinde Bichelsee ist mit über 900 Gemeindegliedern eine der sechs evang. Kirchgemeinden im Hinterthurgau. Flächenmässig umfasst sie das ganze Gebiet der heutigen Politischen Gemeinde Bichelsee-Balterswil und das zürcherische Seelmatten. 1959 wurde die evang. Kirche durch den Architekten Edwin Rausser erbaut. Die Fenster, von Köbi Lämmler entworfen, und die Architektur, die Kirchen von Le Corbusier ähnlich ist, geben ihr eine besondere Note. Eine künstlerische Besonderheit ist die Eingangstüre mit den Tieren der Arche Noah, die in modern stilisierten Formen in das Holz geschnitzt sind. Die Kirche ist im Kunstführer der Schweiz aufgeführt. Seit 2005 ist das Kirchgemeindehaus, das in unmittelbarer Nähe der Kirche steht, in Betrieb.