Kirchgemeindeversammlung im Zeichen einer neuen Pfarrperson und der Verabschiedungen langjähriger Behördenmitglieder.
Pünktlich um 20:00 Uhr begrüsste Kirchgemeindepräsident Bruno Flater 59 Stimmberechtigte und einige Gäste zur ersten ordentlichen Kirchgemeindeversammlung der fusionierten Gemeinde, um anschliessend das Wort an Tünde Basler weiterzugeben, die eine kurze Andacht zur Einstimmung in die Versammlung hielt.
Vier grosse Themen bestimmten die Versammlung: die Rechnungen 2024, die neue Pfarrperson und Verabschiedung ehemaliger Behördenmitglieder
Rechnungen 2024
Alexandra Herren präsentierte zum letzten Mal drei Rechnungen. Der Pfrundfonds schliesst mit einem Aufwandüberschuss von gut 364’000 Franken ab. Das Defizit wird auf die beiden Kirchgemeinden aufgeteilt. Beide Kirchenfondsrechnungen schlossen besser ab als geplant. Die beiden Ertragsüberschüsse werden aufs Eigenkapital übertragen.
Neue Pfarrperson für Dussnang-Bichelsee
Pfarrer Karl F. Appl, zur Zeit stellvertretender Pfarrer, möchte sein Pensum alters halber reduzieren. Bruno Flater gab einige Erklärungen zur bereits längeren Suche nach einer Pfarrperson und gibt bekannt, dass die Behörde Tünde Basler gerne als Pfarrperson anstellen möchte. Die rechtlichen Grundlagen für diese Anstellung seien jedoch etwas komplizierter als erwartet. Eine Anstellung kann nur befristet auf drei Jahre und mit der Zustimmung vom Kirchenrat erfolgen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger müssen der Behörde die Kompetenz zur Anstellung erteilen.
Pfarrerin Tünde Basler stellte sich kurz vor. Sie kenne die Gemeinde, da sie in ihrer Studienzeit etliche Stellvertretungen übernommen habe. Sie sei für klare Worte, werde gerne wahrgenommen und nehme die Bevölkerung auch gerne wahr. «Wichtig ist, dass Sie mich bei Bedarf anrufen. Ich werde auch auf die Bevölkerung zugehen.» schliesst sie ihre Vorstellung. Während Tünde Basler im Ausstand ist, gibt die Versammlung der Kirchenvorsteherschaft grünes Licht zur Anstellung zu 80 Prozent ab 1. Mai 2025. Als man Frau Basler das Ergebnis mitteilte, reagierte sie spontan: «Herzlichen Dank für Euer Vertrauen. Mit Gottes Hilfe schaffen wir es gemeinsam.»
Jugenddiakoniestelle noch offen
Hier, so Bruno Flater, blieb die Suche «bisher leider ohne Erfolg. Bei gewissen Projekten müssen dadurch Abstriche gemacht werden. Wir wollen den Personen, welche diese Arbeit momentan übernehmen, nicht überladen mit Arbeit.»
Gesucht wird zudem ein Behördenmitglied, welches das Ressort «Kirche, Kind und Jugend» übernimmt, da Bernadette Oberholzer spätestens im Sommer 2027 dieses Ressort abgeben und aus dem Kirchenvorstand austreten werde.
Vier Verabschiedungen
Mirjam Hug wurde nach neun Jahren Kirchenvorsteherschaft verabschiedet, ebenso Silvia Betschart nach elf Jahren. «Ihr habt Eure verantwortungsvollen Aufgaben mit vollem Einsatz, grossem Herzen und Leidenschaft ausgeführt», lobte Bruno Flater die beiden. Walter Alder war 20 Jahre im Kirchenvorstand tätig. Er wurde mit herzlichen und humorvollen Worten für seinen unermüdlichen Einsatz verabschiedet. Auf stolze 25 Jahre Kirchenvorstand zurückblicken kann Martin Dönni. Sein Abschied war emotional, wurden doch viele seiner Stationen und Tätigkeiten mit viel Witz und Herzlichkeit in Erinnerung gerufen. Seine Verbundenheit mit der Kirche und der Kirchgemeinde hat sich in seiner Arbeit widerspiegelt, sei es bei der Kirchenrenovation oder bei den Renovationsarbeiten im Pfarrhaus. Aber auch alle anderen Aufgaben hat Martin Dönni pflichtbewusst und immer mit grosser Freude erledigt. Martin Dönni äusserte sich auch kurz zu seiner Amtszeit: «Die schlimmste Zeit war Corona, das hat viele Nerven gekostet. Ich danke allen für Euer Vertrauen.»
Der anschliessende Apéro, der Gelegenheit bot, sich mit Pfarrerin Tünde Basler zu unterhalten und weitere Kontakte zu pflegen, rundete den Abend ab.
Brigitte Kunz-Kägi / Bernadette Oberholzer

