Am Sonntag, 13.09.2026 luden die reformierte Kirche Dussnang-Bichelsee und der katholische Pastoralraum Tannzapfenland zum gemeinsamen ökumenischen Erntedankgottesdienst ein.
Im Zentrum des Gottesdienstes stand der Regen.
Gerade in diesem Sommer haben wir alle erlebt, dass Regen und Wasser nicht einfach selbstverständlich sind. Wir Menschen können säen, pflanzen, pflegen und ernten. Aber niemand von uns kann Pflanzen wachsen lassen. Ob die Sonne scheint, ob ein Gewitter kommt oder ein schöner Landregen, dies liegt nicht in unserer Hand. Dies ist ein Geschenk, so wie unser aller Leben ein Geschenk ist.
In diesem Sommer haben wir erlebt, dass unsere Lebensgrundlage sogar hier in der Schweiz, dem Wasserschloss Europas, verletzlich ist.
Erntedank bedeutet nicht nur: Danke für das, was auf meinem Tisch liegt. Es bedeutet auch: Dankt – und tragt Verantwortung. Wie die zahlreich erschienen Besucherinnen und Besucher in der Lesung hörten, spricht Gott davon, dass die Erde und damit sind auch wir alle gemeint, sich öffnen soll, damit wir Heil tragen als Frucht und zugleich soll die Gerechtigkeit spriessen. Wir sollten uns darüber bewusst sein, dass wir Gerechtigkeit und Frieden brauchen, damit die Erde heilen und wachsen kann.
Die besondere Botschaft des diesjährigen Erntedanks ist vielleicht auch: Die Dürre erinnert uns an unsere Grenzen. Der Regen erinnert uns an Gottes Geschenk und die magere Ernte dieses Jahres erinnert uns an unsere Verantwortung allem und allen gegenüber.
Passend zum Thema «Regen» spendete der Brunnen in der Kirche kein Wasser, waren die Erntedankgaben nicht so reichhaltig wie in anderen Jahren. Die eindringlichen Botschaften an der Wand der Kirche luden dazu ein, sich auch selbst Gedanken zu diesem wichtigen Thema zu machen.
Wunderschönes Violine- und Orgelspiel begleiteten die Gemeinde durch den Gottesdienst.
Bei interessanten und anregenden Gesprächen im anschliessend Kirchenkaffe klang ein schöner Morgen aus.
Mirjam Hug






